Wie du das perfekte White Paper für deine Zielgruppe erstellst

White Paper werden immer populärer. Du warst bestimmt schon einmal auf einer Website und dir wurde ein White Paper zum download angeboten, oder?

Sie sind so beliebt, weil sie Informationen kurz und knackig wiedergeben. Ein schönes Design und gut verarbeitete Informationen machen das Lesen einfacher. Aber was macht ein White Paper zu einem guten White Paper?

In diesem Blogpost zeige ich dir wann du ein White Paper einsetzen solltest, was die Vorteile sind und wie du ein White Paper erstellst.

 

Was ist ein White Paper?

Ein White Paper ist ein mehrseitiger Report der zunächst ein Problem aufzeigt und dieses im weiteren Verlauf löst.

Für den Leser entsteht hierdurch ein enormer Mehrwert. Er bekommt die Lösung zu seinem Problem auf dem Silbertablett serviert.

Du kannst mit Ihnen deine Zielgruppe informieren. Durch das Lösen des Problems baust du eine Beziehung zu deinen Lesern auf. Um diese Beziehung aufrecht zu erhalten, solltest du ein gutes White Paper immer gegen eine Email Adresse „eintauschen“. Dann kannst du durch weiteren Content im Kontakt bleiben.

 

Nutze dein #WhitePaper nicht als reine VerkaufsbroschüreClick To Tweet

 

Wenn dir jemand seine email Adresse anvertraut, sende ihm keine Verkaufsbroschüre. Er fühlt er sich „betrogen“.

Wir alle hassen Spam Mails. Deshalb sind wir vorsichtig mit der Weitergabe unserer Email Adresse. Schickst du mir Spam, bist du für mich unten durch. Das war’s. Keine zweite Chance.

Halte dich also an das „Problemstellung – Lösung“ Layout. Dein Leser wird sich freuen.

 

Pacman isst ein White Paper und kann so die Geister essen

 

Was ist der Unterschied zu Anleitungen?

Der Hauptunterschied ist das ein White Paper zuerst das Problem behandelt.

Liest du einen Guide oder eine Anleitung, wird sofort die Lösung, meistens in Schritten, aufgezeigt. Auf das eigentliche Problem wird bei Anleitungen kaum oder gar nicht eingegangen.

Das Aufzeigen der Problemstellung ist ein wichtiger Bestandteil. Meistens haben die Leute nur ein Teil des Problems verstanden. Wenn du Ihnen einen Überblickt über das Problem gibst, wird deinen Lesern vielleicht die ein oder andere weitere Baustelle bewusst. Nach deiner Problemübersicht, zeigst du Lösungsvorschläge.

 

Du löst Probleme, von denen deinen Leser nicht einmal wussten das diese existieren.

 

4 Dinge die ein Top White Paper ausmachen

Später gehe ich auf die genaue Struktur ein. Zunächst jedoch ein paar Grundlagen:

 

1. Finde ein Problem das deine Zielgruppe beschäftigt

Welche Herausforderungen begegnet deine Zielgruppe? Bevor du anfängst einen neuen Blogpost zu schreiben, finde heraus welche Probleme du behandeln kannst. Frage deine Kunden oder recherchiere im Internet nach Problemen die deine Zielgruppe hat.

Außerdem kannst du Facebook, Twitter etc. observieren. Oftmals wird bei Problemen ein kurzer „Wut Tweet“ gesetzt. Du  kannst auch bestimmte Hashtags verfolgen um Fragen herauszufiltern.

 

2. Gib dir Mühe

Klingt logisch, ist aber leider nicht immer der Fall. Ich habe letztens ein „White Paper“ heruntergeladen, unglaubliche zwei Seiten lang. Ohne Design Elemente, aber dafür inklusive Formatierungsfehler. Direkt aus Word als PDF abgespeichert.

Deshalb gilt: Recherchiere gründlich und analysiere mehrere Daten. So kannst du die Qualität erhöhen.

 

Mit einem schlechten #WhitePaper schadest du dir!Click To Tweet

 

3. Nenne deine Quellen

Immer wieder höre ich, dass Quellen nicht genannt werden, um keinen Traffic zu verlieren. Viele haben Angst, dass der verlinkte Text besser ist und der Leser sich seine Informationen ab sofort dort holt.

Kann passieren. Darüber solltest du dir allerdings keine Gedanken machen. Wichtiger ist es, dass du deinen Lesern die Möglichkeit gibst weiter zu recherchieren. Die verlinkten Quellen freuen sich über einen Backlink und dein White Paper sieht mit externen Quellen fast wie ein wissenschaftliches Dokument aus 😉

 

4. Erstelle eine passende Landing Page

Gib deinen Lesern auf der Landing Page die Möglichkeit eine kurze Übersicht von dem behandelten Thema zu bekommen.

Niemand „kauft“ gerne die Katze im Sack. Indem du eine kurze Vorschau gibst, weiß der Leser was er bekommt und ist eher bereit seine Email Adresse einzugeben.
Wenn er sich nicht für das Thema interessiert, bekommst du seine Email Adresse natürlich nicht.

Allerdings machst du Ihn auch nicht unzufrieden indem du Ihm irrelevanten Content zukommen lässt.

 

Katze im Sack

 

Deine Vorteile

Neue Subscriber

Um die Hemmschwelle die Email Adresse preiszugeben zu senken, sind White Paper einfach perfekt. Du bietest direkt einen Mehrwert. Jeder bekommt gerne etwas gratis.

Vielleicht sind unsere Urinstinkte rund ums Jagen auch ein bisschen mit einbezogen. Man hat das Gefühl man wird Wert geschätzt und hat etwas erreicht.

Wenn du dein White Paper in einem Blogpost anpreist, solltest du darauf achten dass diese zueinander passen. Schreibst du zum Thema SEO, stellst du ein White Paper zur Verfügung welches die 10 häufigsten SEO Probleme löst.

So erhöhst du die Chance das sich dein Leser für das White Paper interessiert. Er ist ja schließlich auch bei deinem Blog Artikel gelandet.

 

Mehr Traffic

Du kannst in deinem White Paper auch weitere Blog Artikel verlinken. Wenn du den Download als PDF anbietest, brauchst du hierfür die Pro-Version von Adobe. Mit der bezahlten Version kannst du Links einfügen.

Dies ist besonders Effektiv da White Paper oftmals weitergeschickt werden. Die Personen die das White Paper zugeschickt bekommen, haben dir Ihre Email Adresse nicht gegeben.

Wenn sie auf einen Link klicken hast du nun die Möglichkeit Ihre Email Adresse zu bekommen. Vielleicht mit einem weiteren White Paper.

 

Zusätzliche Backlinks

Mit einem überragendem White Paper kannst du neue Backlinks bekommen. Wenn die Leser des White Papers zufrieden sind, werden sie es verlinken.
Dein White Paper muss jedoch aus der Masse herausstechen. Du kannst zum Beispiel eine eigene Studie oder Umfrage mit einbauen. Jetzt bist du im Besitz neuen Wissens.

Diese neuen Einsichten gibt es nur bei dir und sie werden gerne geteilt.

 

Expertenstatus

Gute White paper an sich kommen immer professionell rüber. Sie erhalten viele Social Shares und zeigen dich als Problemlöser. Warum du ein Problemlöser sein musst liegt auf der Hand: Du hilfst Leuten bei Herausforderungen die mit deinem Produkt oder Service zusammen hängen.

Gewinnst du Ihr vertrauen und bist als der Experte in deiner Industrie bekannt, werden deine potentiellen Kunden an dich denken wenn Sie zum Kauf bereit sind.

 

Die vier Vorteile von Whitepapers mit Symbolen dargestellt

 

Die Struktur

Jetzt geht’s ans Eingemachte. Das Erstellen nimmt viel Zeit in Anspruch. Du kannst kein White Paper an einem Tag erstellen. Nimm dir Zeit und erstelle das beste White Paper welches es zu deinem ausgewählten Problem gibt.

Dein White Paper sollte die folgende Struktur haben:

 

Überschrift

Die Überschrift kann den Unterschied zwischen einem guten und einem überragendem White Paper ausmachen. Wähle eine Überschrift die klar und deutlich macht worum es sich handelt.

Gleichzeitig sollte sie das Interesse deines Besuchers wecken. Halte den Titel kurz und knackig und achte darauf, dass dein Keyword vorkommt.

Der Affenblog hat genau geschildert wie du eine perfekte Überschrift schreibst.

 

Vorwort

Im Vorwort musst du deine Leser davon überzeugen, dass es sich lohnt weiter zu lesen. Mach den Leser „heiß“ auf deinen Content und gib ihm eine Übersicht.
Schreibe das Vorwort erst wenn du das eigentliche White Paper fertig gestellt hast. Erst dann kennst du den gesamten Inhalt.

 

Problemstellung

Nachdem du nun einen ersten „Sneak Peak“ gegeben hast, kannst du tiefer in die Materie eintauchen.

Was sieht die aktuelle Situation in der Industrie deiner Zielgruppe aus? Weshalb haben Unternehmen (oder deine Zielpersonen) Probleme mit diversen Dingen? Was passiert wenn die Probleme gelöst werden?

Um deinen Lesern klar zu machen dass das Problem ernst zu nehmen ist, empfehle ich dir Grafiken oder Diagramme mit einzubauen.

 

Lösung

Nachdem das Problem definiert wurde, stellst du Lösungsansätze vor.

Stelle verschiedene Herangehensweisen dar um die verschiedenen Gruppen deiner Leser zufrieden zu stellen.

Einige Lösungen sind eventuell besonders kostenintensiv und eignen sich weniger für kleine Unternehmen. Stelle sicher, dass du auch für diese Zielgruppe eine passende Lösung anbietest.

Zeige die Vor- und Nachteile jedes Ansatzes auf und gib konkrete Beispiele um die Wirkung zu verdeutlichen.

Unterstütze deine Vorschläge auch hier mit Diagrammen oder Umfragen.

 

Kurz gesagt:

Fasse dein White Paper kurz zusammen. Schilder das Problem und die Lösung in ein, zwei Sätzen. Stelle klar, welcher Lösungsansatz sich für wen eignet.

Ende mit einer klaren und deutlichen Aussagen.

Was soll der Leser von diesem White Paper lernen?

Was ist deine Kernbotschaft?

 

Die White Paper No-Gos

Du hast jetzt genug Wissen um ein Top White Paper zu erstellen. Ich möchte dir jedoch noch einmal klar machen was du auf gar keinen Fall machen solltest.

Weiter oben habe ich dir bereits von einem schlecht designten White Papers erzählt, es gibt jedoch ein paar weitere Stolpersteine:

 

  • Langweiliger oder falscher Titel
  • Zu lang oder zu kurz (6-8 Seiten sind top)
  • Schlechtes Design… oder gar keins
  • Keine Bilder oder Grafiken
  • Du hast kein White Paper, sondern eine Verkaufsbroschüre erstellt
  • Rechtschreibfehler

 

Um diese Fehler zu vermeiden solltest du dein White Paper ohne Zeitdruck erstellen. Hast du es fertig geschrieben, lege es ein, zwei Tage zur Seite und ließ es dir erneut durch.
Wenn du zufrieden bist, schick es zu Kollegen und frage nach Feedback.

White Paper sind dafür ausgelegt um lange auf deiner Website gebraucht zu werden. Investiere lieber etwas mehr Zeit um ein gutes Resultat zu erhalten. Dann kannst du dir sicher sein, dass es seine gewünschte Wirkung voll entfalten kann.

 

Kleine Inbound Monster mögen ein weißes Blatt Papier

 

Fazit

White Paper sind eine super Sache um neue Leads zu generieren. Besucher geben gerne Ihre Email Adresse, wenn sie einen Gegenwert bekommen.

Das Erstellen wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Du musst ein Problem schildern und dieses im Verlauf des White Papers lösen. Nutze zur Unterstützung Grafiken und lockere den Text auf.

Mit einem guten White Paper kannst du eine Beziehung aufbauen.
Das wichtigste ist jedoch: Erstelle keine halbfertigen White Paper. Entweder du erstellst ein gutes, oder dein White Paper kann sich negativ auf deine Reputation auswirken.

Aber keine Angst, wenn du die Sache ernst nimmst, wird sich das Ergebnis sehen lassen können.

Wenn du Fragen zum Thema White Paper hast, lass es mich wissen. Kontaktiere mich einfach oder schreibe mir auf meinen Social Media Channels.

Bis dann, Johannes

 

Quellen Hubspot Curata Problogger Hubspot Whitepaperguy

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