Inbound Marketing vs. Outbound Marketing – David gegen Goliath

Du denkst über eine neue Marketingstrategie nach, hast irgendwo mal den Begriff „Inbound“ gehört und hast gleichzeitig keinen Plan was zur Hölle „Outbound“ bedeutet? Sehr gut, weiterlesen!

Um den ganzen Vergleich etwas verständlich zu machen, schauen wir uns zunächst beide Methoden an. Was sind die Unterschiede? Gibt es Gemeinsamkeiten? Wer ist besser?

Das hört sich doch nach einem vielversprechenden Kampf an.

Lasset die Spiele beginnen

Inbound vs. Outbound Lautsprecher bekämpft magnet im Pokemon style

 

Inbound Marketing

Als erstes Tritt Inbound Marketing in den Ring. Als Einlauf Musik hat Inbound Marketing April von Deep Purple gewählt. Ein eher unscheinbares, ruhiges Lied. „April“ kann man sich zu jeder Zeit anhören, ohne das Gefühl zu haben genervt zu werden. Allerdings kennen viele dieses wunderbare Lied noch gar nicht.

Deep Purple spielt das Lied über 8 Minuten! Das spiegelt auch die strategische Ausrichtung von Inbound Marketing wider. Es ist eine Langzeit Strategie.

Die verschiedenen Elemente des Songs, von Klassik bis hin zu Rock, zeigen die Vielfältigkeit von Inbound Marketing. Die Strategie lässt sich für die jeweilige Zielgruppe anpassen, verschiedene Anreize können gesetzt werden.

Die verschiedenen Elemente im Song könnten auch die Phasen der Buyers Journey widerspiegeln… aber das wird jetzt zu philosophisch.

Ziel vom Inbound Marketing ist es nämlich, den Kunden vom ersten Besuchen der Website bis hin zum Kauf und darüber hinaus mit hilfreichen Informationen zu begleiten.

Der Hauptgrund weshalb Inbound Marketing diesen Song gewählt hat ist allerdings das Ende. Es geht richtig ab und das hat einen einfachen Grund: Inbound Marketing funktioniert!

Hier steht Inbound also nun, unscheinbar, schmächtig und eigentlich chancenlos…

Inbound Marketing Kämpfer

Outbound Marketing

Und hier kommt Outbound Marketing! Mit dem ebenso passenden Einlauftitel „You Suffer“ von Napalm Death.

Das Lied ist laut, sehr laut. Die Zuschauer halten sich die Ohren zu und wirken genervt.

„Dö platzt einem jö dat Trömmelföll“ resümiert Rentner Bernhard F. in einem sächsischen Dialekt.

Beim Outbound Marketing versucht mein seine Zielgruppe über die klassischen Medien wie zum Beispiel Fernsehen, Radio oder Print zu erreichen. Allerdings stört man mit der Werbung eher, deshalb wird Outbound Marketing auch als Unterbrechungsmarketing betitelt.

Als kürzestes Lied ging „You suffer“ ins Guinness Buch der Rekorde ein. Drei Sekunden dauert es. Das ist ungefähr die Zeit die ich brauche um zum Beginn der Werbung im Fernsehen den Kanal zu wechseln.

Da steht Outbound Marketing also nun. Ein Muskelberg, der Blick sagt: „Voll auf die Fresse“, nichts kann ihn aufhalten. Nicht einmal der Schiedsrichter hat Einfluss darauf wann der Kampf anfängt. Outbound Marketing legt einfach los, wenn er Bock drauf hat.

outbound Marketing Kämpfer

Runde 1 Die Wahrnehmung

Inbound Marketing legt direkt los und punktet mit den folgenden Statistiken:

  • 86% der Suchmaschinen Nutzer, lernten etwas das zur Kaufentscheidung beigetragen hat
  • 61% der Internet Nutzer sammeln vor dem Kauf Informationen
  • 44% der Online Käufer benutzen eine Suchmaschine
  • YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine (noch vor Bing und Yahoo)

Inbound hat einfach den großen Vorteil, dass deine Kunden die Informationen nur erhalten, wenn sie aktiv danach suchen. Durch den Blog erzielst du organischen Traffic zu deiner Webpage und hast so die Möglichkeit mit deinen zukünftigen Kunden in Kontakt zu treten.

Was hat Outbound Marketing dem entgegenzusetzen?

  • Kaltakquise über das Telefon ist verboten
  • 85% schalten bei Werbung um
  • 84% verlassen eine Website mit zu viel Werbung
  • Es kommen jeden Tag neue Möglichkeiten um Werbung zu filtern.

Das sieht eher krampfhaft aus und erzielt nicht die gewünschte Wirkung…

Deine Kunden fühlt sich genervt. Pro Tag kommen wir im Durchschnitt über 2.000 mal mit Outbound in Kontakt.

Meinst du wirklich deine Werbung sticht heraus?

Außerdem hat der Kunde immer mehr Möglichkeiten deiner Outbound Werbung zu entgehen. Spotify, Netflix und Youtube machen Radio und Fernsehwerbung immer unattraktiver.

Heutzutage holen alle sich die News aus dem Internet, somit geht die erste Runde verdient an Inbound Marketing.

Runde 2 Preis

Outbound Marketing geht mit einem hohen Preis in den Ring.

Anzeigen in Printmedien, Fernseh- und Radiowerbung sind für kleine bis mittelständische Unternehmen kaum realisierbar. Die Budgets stehen einfach nicht zur Verfügung. Für viele Marketing Manager ist das ein direkter K.O. Schlag.

Wenn es Kosten pro Lead geht ist Inbound Marketing günstiger. Jeder kann Inbound Marketing lernen, seine Website optimieren und einen Blog starten. Wenn dieser Blog Inhalte bietet, die für die Zielgruppe interessant sind, gibt es garantiert neue Leads und schon sehr bald neue Kunden.

Die meiste Zeit verbringen Inbound Marketer mit SEO und Social Media, sowie das Schreiben von Blogposts. Das alles kostet zugegeben viel Zeit, es Zahlt sich aber aus. Steht das Grundgerüst erst einmal, besitzt du eine Traffic Quelle, die dir gehört.

 

Rentabilität ist vorhanden

 

Wie du in dieser Statistik schön siehst, konnten 41% der Firmen einen Gewinn erwirtschaften. Nur 9% waren erfolglos.

Auch wenn diese Runde knapper verlaufen ist, gewinnt Inbound Marketing auch die Zweite.

Runde 3 großes Publikum

Die Taktik in der letzten Runden ist vom Outbound Marketing klar definiert:

„Wenn mich jeder schreien hört, hört es bestimmt auch der Richtige“

sagte er nach dem Kampf.
Fernsehspots gehen an alle. Natürlich kann man seine Zielgruppe je nach Sender oder Programm etwas definieren, allerdings gibt es immer ein paar Ausreißer.
Nachdem die Nachricht draußen ist, hofft Outbound Marketing darauf, dass der richtige es gehört hat und zum Kunden wird.
Es erinnert mich alles ein wenig an die Nadel im Heuhaufen.

 

Inbound Marketing setzt stattdessen auf das Versenden von Informationen, die der Leser haben möchte. Er bekommt die hilfreichen Tipps wo und wie oft er möchte, sucht aktiv nach Hilfe.

Wenn es darum geht möglichst viele Menschen zu erreichen, gewinnt mit Sicherheit Outbound Marketing. Geht es allerdings darum qualitativ hochwertige Leads zu bekommen, geht die Runde an Inbound Marketing.

Je nach Produkt und Budget muss jede Firma schauen, welche Menschen erreicht werden müssen. Eines darf man jedoch nicht vergessen:

Mit Inbound Marketing ist es 750% wahrscheinlicher #Leads zu generierenClick To Tweet

Punkteverteilung der Kampfrichter

Zusammenfassung des Kampfes inbound vs. Outbound

Fazit

David gewinnt gegen Goliath. Natürlich war der Schiedsrichter in diesem Kampf nicht gerade objektiv 😉

Inbound und Outbound Marketing sind zwei ganz verschiedene Ansätze, die beide ihre Daseinsberechtigung haben. Jede der beiden Methoden hat seine Vor- und Nachteile. Es gibt kein Schwarz und weiß.

 

Outbound Marketing bringt schneller Erfolge, kostet allerdings auch deutlich mehr. Inbound Marketing is eine Langzeit-Strategie die geringe Kosten verursacht.

Die effektivste Methode ist somit eine Kombination.

David gegen Goliath

Nach meiner Erfahrung ist diese Kombination für die meisten Unternehmen nicht realisierbar. Solltest du dich für eine Strategie entscheiden müssen, entscheide dich für Inbound Marketing. Durch die Langzeitausrichtung erzielst du einen höheren, langfristigeren nutzen. Außerdem kannst du besser mit deinem Budget variieren ohne das dies direkt und sofort Auswirkungen auf deinen Kundenzuwachs hat.

Habe ich eine wichtige Runde vergessen oder denkst du ich liege mit meiner Kampfauswertung komplett daneben? Dann lass es mich wissen!

 

So, genug Metaphern für heute…

Bis dann, Johannes

 

Quellen vital Hubspot

ducttapemkt seopressor

impactbnd

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