14 Inbound Marketing Mythen, die auch du glaubst

Inbound Marketing ist auf dem Vormarsch. Gerade in Deutschland realisieren viele Firmen, dass die traditionellen Marketing Methoden einfach nicht mehr greifen. Viele wissen aber nicht, wie viel Arbeit wirklich hinter einer guten Inbound Marketing Strategie steckt. Mit dem Vormarsch des Inbound Marketings, gehen die Mythen also Hand in Hand.

Inbound Marketing ist wie eine gut funktionierende App. Das fertige Produkt funktioniert einwandfrei, aber die unzähligen Stunden Arbeit in der Entwicklung, das Testen und die Bugfixes sieht niemand.

Es entstehen falsche Annahmen. Inbound Marketing ist einfach und kann mit zwei, drei Stunden pro Woche erledigt werden. Falsch. Diese und noch weitere Mythen werde ich in diesem Blogpost aufzeigen.

 

Das Inbound Monster erzählt Inbound Marketing Mythen

1. Inbound Marketing ist die neue Bezeichnung für SEO

SEO beschäftigt sich damit, deine Texte so zu optimieren, dass du auf Google gerankt wirst. Somit erhältst du organischen, kostenlosen Traffic zu deiner Seite. Diesen Traffic kannst du dann mit Hilfe von „Goodies“ zu Leads umwandeln.

Da du Ihre email Adresse bekommen hast, kannst du weiter mit deinen Leads kommunizieren und sie zu Kunden machen.

SEO ist jedoch nur ein kleiner Teil vom Inbound Marketing. Allerdings ein sehr wichtiger, da der Traffic nicht durch kostenpflichtige Werbung entstanden ist.
Die Terminologien wechseln ab und zu im Marketing. Aber Inbound Marketing nur auf SEO zu limitieren ist falsch.

2. Inbound Marketing ist kostenlos

Klar, bloggen ist kostenlos, wenn man die Zeit die dabei draufgeht nicht berücksichtigt. Man kann Mailchimp kostenlos verwenden um seinen Email-Workflow zu automatisieren. Etliche WordPress Plugins, die einem helfen seine Followerschaft aufzubauen, sind auch kostenlos.

Aber wenn man Inbound Marketing wirklich erfolgreich angehen will, sollte man in gute Software und einer guten Agentur investieren.

Diese Agentur kümmert sich unter anderem um die Pflege deiner Social Media Kanäle, erstellt Whitepapers und absolviert Webinare. Als Software nutzen die meisten Agenturen Hubspot. Es handelt sich um eine Komplettlösung. Somit sind alle wichtigen Daten an einem Ort. Das hilft nicht nur bei der Orientierung, sondern auch beim Erstellen von Reports.

Natürlich Kosten gute Agenturen und die Hubspot Software Geld. Allerdings haben Firmen, die automatisierende Marketingssoftware benutzen auch einen Anstieg von qualifizierten Leads um sagenhafte 451%!

Ja, man muss Geld investieren. Aber wenn man die Strategie komplett und professionell umsetzt, hat man eine langfristige Lead Generierungs Maschine aufgebaut. Und außerdem:

#InboundMarketing bringt dir 3x mehr Leads und verursacht 61% weniger Kosten Click To Tweet

3. Quantität geht über Qualität

Das funktionierte damals, als der Google Bot noch nicht so schlau war wie heute. Man konnte Unmengen and Blogposts erstellen, haufenweise Keywords reinballern und wurde gefunden. Das geht nicht mehr. Der Bot ist schlauer geworden und will dem Nutzer immer das beste Erlebnis bieten. Dieser Inbound Marketing Mythos ist längst Geschichte.

Ja, Inbound Marketing ist mehr als SEO und Blog Artikel schreiben. Aber der Blog ist das Zentrum, das Herz einer jeden Inbound Strategie. Da das mittlerweile viele Firmen erkannt haben, gibt es unzählige Blogs. Den Nutzern wird also immer mehr Content vor die Füße geworfen. Sie werden wählerisch. Das weiß auch Google. Deshalb versucht Google seinen Nutzern den bestmöglichen Content zur Verfügung zu stellen.

Dazu gehört auch die Länge des Posts. Ein Artikel mit 500 Wörtern wird garantiert nicht hoch gerankt. Der affenblog hat die Regel aufgestellt mindestens 1.000 Wörte in einem Blogpost zu verwenden. Auf der ersten Seite der Suchergebnisse sind meist Blogsposts mit über 2400 Wörtern zu finden. 1000 Wörter sind also das absolute Minimum.

 

Statistic durchschnittlichen Content Länge

Statistik von serpIQ
Deshalb musst du dafür sorgen, dass deine Artikel qualitativ hochwertig sind. Bei jedem neuen Blogpost gilt es den besten Artikel zu schreiben den es für das jeweilige Keyword gibt. Qualität geht über Quantität.

4. Inbound Marketing ist nur ein Trend

Ein vorübergehender Hype, der genauso schnell geht, wie er gekommen ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies nicht der Fall ist. Sonst hätte ich mit Sicherheit nicht so viel Energie in diesen Blog gesteckt 😉

Inbound Marketing gibt es nämlich schon ewig. Es geht darum seinen zukünftigen Kunden einen Mehrwert zu bieten, wahrgenommen zu werden und Vertrauen zu gewinnen.

Bereits John Deere hat für Bauern ein Magazin herstellen lassen. Wertvolle Tipps für die Zielgruppe statt Abbildungen von Traktoren und deren Preise. Das war 1895.

The Furrow von John Deere

Inbound Marketing ist schon eine Weile am Start, auch wenn es denn Begriff damals so noch nicht gab.

5. Man kann den ROI nicht messen

ROI ist der Return on Investment, also die Kapitalrendite. Ich weiß auch nicht wie dieser Mythos zustande gekommen ist. Gerade bei den Outbound Methoden ist es viel schwerer die Rentabilität zu messen. ROI von einer Radiowerbung? Viel Spaß beim Rechnen.

Heute stehen uns, gerade online, unendlich viele Daten zur Verfügung. Dank Google Analytics und vielen weiteren Tools, kannst du jederzeit kontrollieren, wie viele Besucher auf deiner Seite waren. Du kannst überprüfen wie viele dieser Besucher zu Leads wurden und welcher deiner Leads ein zahlender Kunde geworden ist.

Alles ist messbar. Du musst nur deine KPI’s definieren bevor du eine Kampagne startest. Was sind deine Ziele? Mehr Besucher? Mehr Leads? Nur mit Hilfe dieser Leistungskennzahlen kannst du die Performance deiner Kampagne evaluieren.

6. Wenn ich mit Inbound Marketing anfange kommen Kunden ohne Ende

Inbound Marketing wird dich nicht von Heute auf Morgen mit Neukunden überfluten. Es ist eine strategische Entscheidung, die mindestens 6 Monate ausprobiert werden sollte. Inbound Marketing bringt dir „warme“ Leads, das heißt Leute die sich für dein Produkt oder deinen Service interessieren. Du musst dich allerdings immer noch um diese Leads kümmern. Der größte Unterschied bei den Inbound Leads ist die höhere Wahrscheinlichkeit der Umwandlung zum Kunden.

Wenn jemand deinen Newsletter liest, deine White Paper herunterlädt und häufig auf deinem Blog kommentiert, kennt er dich bereits und du hast ein einfacheres Spiel. Du hast außerdem sehr viele Daten über deine Leads in deinem CRM und weißt wofür sie sich interessieren.

Diese gesammelten Daten geben dir eine super Möglichkeit um die Fühler nach deinem nächsten Kunden auszustrecken.

7. Traditionelles Marketing ist effektiver

Sind wir mal ehrlich: Niemand wird gerne von Werbung unterbrochen. Eine Werbung im Radio oder im Fernsehen zu schalten, ist wie im Restaurant seine Sonderaktionen durch die Gegend zu schreien. Man unterbricht die Leute bei etwas, dass sie mögen. Mal abgesehen davon kann sich sowieso kaum ein Unternehmen diese Art von Werbung leisten.

Heutzutage gibt es nur zwei Möglichkeiten wie Leute Outbound Marketing empfinden:

  • als nervig
  • gar nicht

Wie? Gar nicht? Die Leute haben Wege gefunden nervigem Marketing aus dem Weg zu gehen. AdBlocker schalten die Anzeigen aus. Netflix lässt mich Filme ohne Werbung schauen und bei Spotify höre ich was ich will, wann ich will und vor allem ohne Unterbrechung.
Für viele Services wie Spotyfiy oder Netflix, muss man Geld bezahlen. Das zeigt noch einmal wie sehr Leute von Werbung genervt sind.

Wie also kann traditionelles Marketing effektiver sein, wenn es entweder nervig ist oder nicht bemerkt wird? Wenn du kein Millionen-Budget zur Verfügung hast – vergiss es!

8. Alles was zählt sind die Anzahl der Leads

Leads sind nur einen Schritt von der wichtigsten Phase des Inbound Marketings entfernt. Unzählige Leads zu haben ist mit Sicherheit toll, es kommt aber auf die Qualität dieser Leads an.

Ist dein Lead wirklich an deinem Produkt interessiert oder interessiert er sich nur für das Thema? Statt der reinen Anzahl der Leads kommt es also auf hochwertige Leads an. Stell dir das ganze so vor: Du bist ein Verkäufer von Schnullern.
Anstatt jedes Haus in der Straße abzuklappern weißt du jedoch in welchem Haus eine Familie mit Kleinkind wohnt. Das sind die Leute auf die du dich konzentrieren musst.

9. Meinen Blog findet sowieso niemand

Das kommt auf deine Konkurrenz und die Größe der Zielgruppe an. Klar ist es manchmal schwer gut gerankt zu werden, da hat dieser Mythos nicht unrecht. Aber wenn du es nicht probierst, dann macht es ein anderer, garantiert.
Mit einem guten Inbound Team, welches sich mit SEO auskennt, ist es immer möglich auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu landen.
Man muss sich Folgendes mal vor Augen halten:

93% aller Kaufentscheidungen beginnen mit einer #OnlinesucheClick To Tweet

Ein ziemlich großer Kuchen oder? Hol dir dein Stück indem du deinen organischen Traffic durch bessere Rankings erhöhst.

10. Inbound Marketing ist ein 1-Mann Job

Der Gründer oder CEO sieht irgendwo einen Artikel über den Erfolg von Inbound Marketing. Wow. Am Montag geht er dann zu seinem Marketing Leiter und klatscht ihm die Zeitschrift auf dem Tisch: „Mach mal!“

So wird das natürlich nichts. Inbound Marketing beschäftigt sich mit SEO, Projekt Management, Social Media, Copywriting, Design, und diversen weiteren Tools und Aufgaben. All das sind Skills die man sich über Jahre antrainieren muss.

Am besten ist es also, sich ein Team zu suchen. Jedes Team Mitglied ist Spezialist in seinem Gebiet. Das verschafft einen höheren Nutzen als Generalist in vielen Gebieten zu sein. Du kannst dir also entweder dein eigenes Inbound Team zusammen stellen, es entsprechend trainieren, oder du suchst dir eine Agentur.

11. Es klappt für alle

Inbound Marketing eignet sich nicht für jede Art von Unternehmen. Natürlich kann jeder einen Blog starten oder Inbound Marketing ausprobieren. Letztendlich muss es sich aber rentieren. Das Ziel eines jeden Unternehmens ist Gewinnmaximierung.

Wenn dein Unternehmen eine Niedrigpreis Strategie verfolgt, ist Inbound Marketing nichts für dich. Wie im vorheringen Punkt beschrieben ist Inbound Marketing sehr zeit- und kostenintensiv.

Grundsätzlich sind Unternehmen mit guten Gewinnspannen für Inbound Marketing prädestiniert. Der ROI ist schnell da. Zusätzliche Verkäufe sind bereits nach einigen Monaten zu erwarten… und wenn die Inbound-Walze erst einmal ans rollen kommmt, gehts richtig ab.

12. Social Media Präsenz hat sowieso keinen Einfluss auf das Kaufverhalten

Falsch! (Welch Wunder wenn es hier doch um Mythen geht)

Laut einer Studie von Exact Target ist es bei 71% der potentiellen Kunden wahrscheinlicher, dass sie von einem Unternehmen kaufen dem sie auf Facebook, Twitter oder Instagram folgen.

Inbound Marketing Mythos Social Media ist nicht nötig

Social Media hat die Macht einen Draht zu deiner Zielgruppe aufzubauen. Sie haben das Gefühl sie kennen dich, können dir vertrauen. Wenn erst einmal eine Kaufentscheidung getroffen wird, warum also nicht bei dir kaufen?

Als Teil einer Inbound Marketing Strategie gehört dein Unternehmen auf jeden Fall auf Social Media. Man sollte vorher schauen, welche Kanäle sich eignen und wo deine Zielgruppe sitzt.

13. Niemand liest einen ganzen Blog

Es geht nicht darum ob jemand deinen Content von vorne bis hinten liest, jeden Artikel teilt und überall kommentiert. Wenn ein Besucher deiner Seite einen Artikel scannt und genau das herausfindet, weswegen er zu dir gekommen ist, hast du es geschafft. Es spielt erstmal keine Rolle wie lange er auf deiner Seite ist. Du hast deinen ersten Berührungspunkt.

Nehmen wir mal diesen Blogpost. Die meisten Leser werden die 14 Überschriften der jeweiligen Mythen scannen. Wenn sie nach der Überschrift schon wissen, dass es sich um einen Mythos handelt, lesen sie direkt die nächste Überschrift. Falls ich es aber schaffe, nur einen einzigen von 14 Mythen für die jeweilige Person aufzudecken, habe ich mein Ziel bereits erreicht: Mein Leser hat etwas dazu gelernt.

Das nächste mal wenn der Besucher erneut auf deine Seite stößt, erinnert er sich vielleicht an dich. Er weiß, du hast ihm schonmal geholfen, merkt das du was auf dem Kasten hast.

Vielleicht sollte ich mal seinen Newsletter abonnieren

denkt sich der Leser im Idealfall. Dein Blog ist deine Chance dich als Experte in deiner Nische zu platzieren.

14. Inbound Marketing funktioniert nicht

An Hubspot’s Umfrage von 2015 nahmen über 4.000 Personen teil. Nach Auswertung der Fragen, kam ein verdammt klares Ergebnis raus. Hier nur ein paar Fakten aus der Umfrage:

  • 75% der Marketer konzentrieren sich auf Inbound Marketing
  • Firmen mit unter 25 Mitarbeitern haben 6x häufiger eine Inbound Strategie
  • Inbound funktioniert für B2B, B2C und Vereine
  • Mit Inbound Marketing generierst du 3x mehr Leads
  • Unternehmen berichten von 300% höherem ROI dank Inbound Marketing

wie du siehst funktioniert Inbound Marketing, wenn man es richtig anstellt.
Du wirst immer wieder hören, dass Inbound Marketing bei manchen Firmen nicht geklappt hat. Das sind die Firmen, die den anderen Mythen geglaubt haben.

Alles zum Marketing Manager geben, einen Blog aufmachen und sich bei Social Media anmelden und anschließend wundern warum sich nach einem Monat der Umsatz nicht verdreifacht hat – so funktioniert das nicht!

Fazit – Hartnäckig

Die Mythen rund ums Inbound Marketing halten sich. Sie werden immer wieder weiterverbreitet. Wenn man etwas von einem guten Freund oder Geschäftspartner hört, glaubt man das natürlich erst einmal.

Ich bin mir sicher, dass das in Zukunft anders sein wird. Inbound Marketing ist auf dem Vormarsch und die Mythen werden sich durch steigendes Interesse relativieren.

Ein kleines bisschen habe ich hoffentlich mit diesem Blogpost geholfen 🙂

Habe ich Mythen  vergessen? Stimmst du mit etwas nicht überein? Dann lass es mich in den Kommentaren wissen.

Bis dann, Johannes

 

Quellen Inc Hubspot

9Clouds Leadagency

 

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